Venus

Venus

Der Stand der Venus verrät die Vitalität eines Menschen, seine erotische Anziehungskraft, die Fähigkeit zu genießen, sich hinzugeben, zu verschenken und zu lieben. Sie gilt nach Jupiter als die größte Wohltäterin der Menschheit. Venus steht für Liebe, Gefühl, Harmonie, Freundschaft, Beziehung und Partnerschaft. Als Verkörperung der Erotik bedeutet sie auch Verlockung, Hingabefähigkeit, Sehnsucht, Wunsch nach Vereinigung, Verbindung und Verschmelzung. Sie steht für das ästhetische Empfinden und damit einerseits für künstlerische Interessen und Begabungen, aber ebenso für den Geschmack und für die sinnlichen Genüsse, die uns über Hören, Riechen, Fühlen, Schmecken und Sehen zuteil werden. Ihre Umlaufzeit durch den gesamten Tierkreis beträgt 225 Tage. Durchschnittlich 19 Tage verweilt der Planet Venus in einem Zeichen.

Mythologie

Aphrodite ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde. Ursprünglich zuständig für das Wachsen und Entstehen, wurde sie erst später zur Liebesgöttin, die sich in allen Religionen findet: In der römischen Mythologie entspricht ihr Venus, in der ägyptischen Hathor, und in der germanischen Mythologie Freya. Nach Hesiod ist sie die Tochter des Uranos, dem sein Sohn Kronos die Geschlechtsteile abschnitt und ins Meer warf. Der Samen vermischte sich mit dem Wasser, schäumte auf und daraus entstand Aphrodite, die dann in Zypern an Land ging. Diesem Mythos verdankt sie auch den Beinamen "die Schaumgeborene". Der Sage nach soll sie den Trojanischen Krieg ausgelöst haben, indem sie Paris dazu brachte, die schöne Helena zu rauben. Oft wird sie mit Tauben, Sperlingen und Schildkröten in Verbindung gebracht. Sie ist die Göttin der Blumen, Bäume und Früchte, insbesondere Myrte, Rose, Anemone, Zypresse, Linde und Apfel. Ihren unwiderstehlichen Liebreiz verdankt sie ihrem magischen Gürtel. Eines ihrer Hauptzentren war die Stadt Paphos auf Zypern. Später wurde der Aphroditetempel von Paphos in ein Heiligtum der Jungfrau Maria umgewandelt, wo die Muttergottes bis heute als "Panhagia Aphroditessa" verehrt wird.

Symbolik

Venus verkörpert also den persönlichen Geschmack, die Erotik und das Gefühl. Körperlich werden ihr der Gleichgewichtssinn, die Schleimhäute, Venen, Nieren, innere Geschlechtsorgane, Schweißdrüsen und die erogenen Zonen zugeordnet. Ihr Tag ist der Freitag, vgl. im englischen "friday" nach der germanischen Liebesgöttin Frey und im französischen "vendredi", was so viel wie "Venustag" heißt. Ihre Edelsteine sind der Rosenquarz und der hellblaue Saphir. Farbe: Rosa, Grün. Metall: Kupfer. Am stärksten kommt sie in den Tierkreiszeichen Stier und Waage zur Geltung, ihren eigenen Herrschaftsbereichen. Archetyp: die Muse, die Liebende, die Schöne. Schatten: Persephone, "Femme fatale", Hure. Vertreter des Venusprinzips: Alle Menschen, die Schönheit oder Liebe in die Welt tragen: Maler, Bildhauer, Dichter, Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Designer und Architekten.

Astrologische Bedeutung

Zusammen mit dem Mond steht die Venus im Horoskop für das weibliche Prinzip, wobei Venus den Aspekt der jungen Frau, der Geliebten und der unabhängigen Frau verkörpert. In einem weiblichen Horoskop wird damit ein wesentlicher Teil des Selbstbilds beschrieben, wohingegen die Venus im männlichen Horoskop die "Anima" symbolisiert und damit den zentralen Aspekt der inneren Weiblichkeit des Mannes und seines Suchbilds in der Partnerschaft. Steht Venus zum Beispiel im Widder, liebt der Mann Widder-Frauen, bzw. Frauen, die prägnante Widder-Eigenschaften aufweisen.

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